Schmiedeberg
Geschichte, Geschichten und Geschichtchen
1319 - 2019


1 Vorwort


Liebe Leser,

im Jahr 2015 haben wir uns zusammengefunden um ein Büchlein über Schmiedeberg zu erstellen. Wir nannten uns zwar Arbeitsgruppe „Chronik“, merkten aber bald, dass es keine Chronik im eigentlichen Sinne werden wird. Denn eine Chronik ist, wie das Wort schon sagt, eine rein chronologische Auflistung von Fakten und Ereignissen. In diesem Buch hingegen geht es oft um Geschichten, um Lebensberichte, um das, was die Menschen erlebt haben. Wir haben Fakten und Geschichten gesammelt, Bewohner und ehemalige Bewohner befragt, in Archiven und Museen gestöbert. Wir rechneten mit einem kleinen Buch, denn schon bei Ehm Welk heißt es: „Was ist los in ihrem Fliederberg (Schmiedeberg)? Nischt“. Doch bald merkten wir, dass man über unser Dorf viel erzählen und schreiben kann. So mussten wir uns zu guter Letzt einschränken und ein paar Themen kürzen oder gar weglassen. Was nach vier Jahren Arbeit herausgekommen ist, können Sie nun in Augenschein nehmen. Wir hoffen, Ihnen macht das Lesen so viel Freude, wie uns die Arbeit an diesem Buch über unser Heimatdorf.

 Ihre Arbeitsgruppe Chronik

Nachfolgend finden Sie eine kurze Inhaltsangabe bzw. eine Leseprobe zu jedem Kapitel.



Bestellangaben
2 Geschichte

Leseprobe: Im Jahre 1319 verlieh der brandenburgische Markgraf dem Bischof von Havelberg das Eigentum über das Dorf Polßen, „gelegen neben und unterhalb von Meichow und smedeberg“. Diesem ersten urkundlichen Nachweis von Schmiedeberg folgte 1338 die erste Erwähnung als Dorf. Die eigentliche Gründung von Schmiedeberg als Siedlung nach deutschem Recht erfolgte vermutlich noch vor 1250. Die einzelnen Gehöfte entstanden in Gestalt eines Angerdorfes rings um den Dorfsee.


Großsteingrab bei Schmiedeberg
(Joachim Otto v. der Hagen)
3 Unser Dorf

In diesem Kapitel findet der Leser Informationen zu folgenden Punkten:
- Ortsstruktur und Wegenetz
- Bürgermeister und Einwohnerzahl
- Kinderkrippe, Kindergarten, Schule und Lehrer
- Kirche und Kirchenleben
- Schloß, Museum, Großsteingräber
- Gaststätte, Laden und Post
- Feuerwehr
- Dorfstraße, Beleuchtung, Eiskeller



Schmiedeberg
(Gemälde von Hans v. der Hagen)
4 Die Höfe und ihre Bewohner

In diesem Kapitel werden einige Schmiedeberger Höfe vorgestellt, darunter
- das Gutsarbeiterhaus (12/13),
- die Schnitterkaserne (14),
- die VEG-Häuser (20-24),
- der Jägerhof (28-30),
- das Laubenhaus (54)
sowie verschiedene Bauern- und Neusiedlerhäuser.







5 Kulinarisches

Leseprobe: Es gab oft „Schlächtergericht“, das so genannt wurde, weil es meist nach dem Schlachten gemacht wurde. Dazu nahm man Rippchen oder Kleinfleisch und legte es in einen Topf. Darauf gab man Wasser bis es bedeckt war und fügte Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Zwiebeln und Salz dazu und ließ es kochen bis es weich war. Das ergab eine köstliche Brühe, die man dann zu Pellkartoffeln mit Sauerkraut aß.








Eingewecktes (B. Konwert)
6 Bräuche und Feste im Jahresablauf

Leseprobe: Gefeiert wurde auf den Dörfern seit Urzeiten gern, es wurde dazu jede Gelegenheit genutzt. So natürlich auch in Schmiedeberg. So gab es Sommer- und Winterfeste im Dorf und auf dem Gut auch Jagdfeste.




Hochzeit im Jahr 1934 (unb.)
7 Handwerk

Leseprobe: Die Dörfer waren vor der Industrialisierung weitgehend Selbstversorger. In jedem Dorf gab es Handwerker und Gewerbetreibende. Auch in Schmiedeberg waren Handwerker vertreten. Oft gab es zwei der gleichen Zunft, zum Beispiel einen Schmied für das Dorf und einen, der beim Gut angestellt war. Die Handwerker stellten Gegenstände für die Landwirtschaft und das tägliche Leben her und reparierten diese auch.




Werkzeuge des Schmiedes
(Schmiedeberger Bilderchronik)
8 Unsere schöne Natur

Leseprobe: Mit Natur ist die Uckermark reich gesegnet. Auch rund um Schmiedeberg finden wir eine wundervolle Natur - Wasser, Berge, Bäume und viel Getier. Unser Kaulsee ist im Sommer ein Badeparadies. Dort kann man Schwäne, Enten, Blesshühner und Reiher beobachten. Auch bei den Anglern ist der Kaul sehr beliebt.







Schwäne auf dem Kaulsee
(H. Meier)
9 Uckermärker Platt

Leseprobe: Ursprünglich wurde in Schmiedeberg Uckermärker Platt gesprochen. Diese Sprache ist leider fast ausgestorben. Selbst die heute über 60-jährigen sprechen es nicht mehr, sie verstehen es wohl, aber angewendet wird die Sprache nur in einzelnen Wortwendungen und Sprichwörtern.









Sparling buut een Nest
(H. Meier)
10 Leute, Leute

Leseprobe: In den nachfolgenden Beiträgen stellen wir Einwohner von Schmiedeberg vor, die uns aus ihrem Leben erzählt haben. Zunächst aber folgen einige Gedanken über den Schmiedeberger an sich. Die Schmiedeberger sind ein besonderer Menschenschlag. In anderen Gegenden ist man erst Ortsansässiger, wenn es Generationen vorher im Ort gab. In Schmiedeberg ist das nicht so, wer dazugehören will, braucht zwar auch einige Jahre, wird dann aber in die Gemeinschaft aufgenommen und darf sich „Schmiedeberger“ nennen. Die Schmiedeberger sind offen und freundlich, tragen aber das Herz nicht auf der Zunge. Es wird nichts leichtfertig dahin gesagt und was versprochen wird, wird auch gehalten. Die Menschen sind bodenständig, arbeitsam und fleißig.









Arthur Kelm
(N. T. Matoff)
11 Noch mehr Geschichten

In diesem Kapitel werden einige Schmiedeberger Geschichten erzählt, z. B.
- Ausgewandert
- Der Grabstein von Alwin Schmidt
- Abgehauen
- Der tote Soldat
- Die Wende in Schmiedeberg
- Kriminalität und Unfälle in Schmiedeberg
- Fahrzeuge vergangener Zeiten




Der Grabstein von Alwin Schmidt
(I. Heinrich)
12 Landwirtschaft im Wandel

Dieses Kapitel behandelt ausführlich die Entwicklung der Landwirtschaft, beginnend mit dem Landleben in früheren Jahrhunderten. Es folgen die Geschichte des Gutes, die Bodenreform, die Geschichte der LPG sowie Beiträge über die Frauen in der Landwirtschaft und die Technik der Landwirtschaft.




Bodenreformurkunde für die Lanarbeiterin Emilie Engel (BLHA)
13 Anhang

Im  Anhang findet der Leser Tabellen zu folgenden Themen:
- Berufe der Schmiedeberger
- Bauernhofbesitzer von Schmiedeberg
- Liste der Bodenreform-Landempfänger
- Liste der Einwohner
- Auszug aus dem Sterbergister
- Lister der historischen Flurnamen
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 (c) Jörg Berkner
14 Literatur und Quellenangaben